Travel for Smiles bei der Himalaya Foundation Nepal

Solarthermie

Jeder von uns kennt es, die meisten hassen es: eiskalt duschen zu müssen. Seitdem David vor drei Monaten mit den Kindern in das neue Haus eingezogen ist, hat die am Dach installierte Solarthermieanlage eigentlich noch nie richtig funktioniert. Sowohl der Wassertankzufluss als auch der -abfluss waren undicht, weswegen die Anlage außer Betrieb gesetzt werden musste, damit das Dach nicht durchgehend unter Wasser steht und die Wasserrechnung nicht ins unermessliche ansteigt. Nachdem wir uns die Sache kurz angeschaut hatten, war relativ schnell klar, dass man kein Experte sein muss, um festzustellen, dass die Anlage mehr oder weniger Schrott ist und man nichts mehr reparieren könne. Neben dem undichten Zu- und Abfluss war die ganze Konstruktion mit Rost übersäht und der linke Teil des Ständers so weggeknickt, dass die ganze Anlage deutlich zur Seite hing.

Da es nach einem anstrengenden und langen Tag nichts Schöneres als eine warme Dusche gibt, mussten wir nicht lange überlegen, um zu beschließen, dass wir für Ersatz sorgen wollen. Gemeinsam mit einem der älteren Kinder machten wir uns auf den Weg zu ein paar Solarthermie Geschäften, um herauszufinden was wir vor Ort erwerben könnten.

Nachdem wir uns einen Überblick verschafft hatten und uns zu ein paar Modellen die entsprechenden Produkteigenschaften aufgeschrieben hatten, standen wir vor der Qual der Wahl, ob es die teure, aber dafür qualitativ sehr hochwertige Anlage werden soll, oder es eine billigere Version auch tun würde. Nach langem hin und her und einer kurzen Rücksprache mit Wolfgang, unsrem persönlichen Berater was technische Fragen angeht, entschieden wir uns für die Qualität. In Summe hat die Anschaffung inklusive Installation 550,61 Euro gekostet, was natürlich schon nicht wenig Geld ist, aber andererseits eine langfristige Investition darstellt. Seit ein paar Tagen beginnt sich diese auszuzahlen, da die ersten Kinder schon eine warme Dusche genießen konnten.

 

Pizza

Von Dienstagmorgen bis Freitagmittag waren David und Mariya, das Ehepaar, das die Himalaya Foundation Nepal vor elf Jahren gegründet hat und es seitdem leitet, gemeinsam mit Al, einem sehr erfahrenen Volunteer aus Schottland, bei Verwandten in der Nähe des Chitwan Nationalparks im Kurzurlaub. Das bedeutete, dass neben Davids Schwester Mina, Luca und ich die einzigen „Erwachsenen“ im Kinderheim waren. Natürlich verstanden es die Kinder sehr gut auf sich selbst aufzupassen, wobei die Älteren stehts die kleineren im Blick hatten. Für Luca und mich fühlte es sich an, als würden wir mit den Kindern „Sturmfreie Bude“ haben.

Für den letzten Abend bevor die Eltern des Hauses zurückkommen sollten, hatten wir uns noch ein kleines Highlight für die Kinder überlegt. Da auf Grund des begrenzten Budgets eigentlich nur zwei verschiedene Gerichte auf der Speisekarte des Heimes stehen, wollten wir für eine kulinarische Abwechslung sorgen. Einmal Pizza für alle! Nach ausgiebiger Internetrecherche machten wir über die Bilder der Speisen und die Kundenbewertungen das Restaurant aus, das unserer Meinung nach am ehesten an das italienische Original herankommen würde, um dann dort mit einer Ausnahme für alle Pizza zu bestellen. Eines der Kinder meinte, es würde lieber Momos essen. Diesem Wunsch kamen wir natürlich gerne nach. Mit Zettel und Stift bewaffnet machten wir uns daran die einzelnen Pizzawünsche der Kinder aufzuschreiben. Was glaubt ihr war der Kassenschlager? Salamipizza? Pizza Margaritha? Oder doch Pizza Fungi? Kaum zu glauben, aber am Ende wollten tatsächlich alle Pizza mit Hühnchen, was uns schon ein bisschen sprachlos dreinschauen ließ.

Obwohl die Lieferung auf Grund der umfangreichen Bestellung um eine Stunde nach hinten verschoben worden war, war die Freude über den allseits beliebten Gaumenschmaus ungebrochen und die Aktion ein voller Erfolg.

Science Day

„Eine Investition in Bildung bringt immer die besten Zinsen“

– Benjamin Franklin –

Deswegen ist es uns immer eine Freude, wenn wir einen kleinen Beitrag zur Bildung leisten können. Letzten Dienstag stand an der Primary School der Kinder der Science Day an. Es sollte ein Team der NASA kommen und den Schülern neben einem Roboter die Möglichkeit geben über Virtual Reality in fremde Welten einzutauchen. Da eine kleine Teilnahmegebühr zu bezahlen war, haben sich die meisten der Kinder des Heims schon damit abgefunden, dass das Event ohne sie stattfinden würde. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, dafür zu sorgen, dass am Ende doch alle Kinder auf der Teilnehmerliste stehen. Von der Mondlandung, über eine Unterwasserwelt bis hin zum Zeitalter der Dinosaurier konnten die VR-Brillen mit unterschiedlichsten spannenden Themen glänzen, welche die Jungen und Mädchen mit großer Begeisterung aufzusaugen versuchten. Alles in allem war der Tag ein voller Erfolg, gerade weil es lediglich 9,34 € kostete, aber auch weil wir ebenfalls teilnehmen durften. 😀

 

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