Die Zeit bei New Light

Bei einer so beeindruckenden und inspirierenden Arbeit, wie sie die Volunteers und Festangestellten der New Light Organisation tagtäglich verrichten, war es für Luca und mich eine Selbstverständlichkeit das Projekt neben der Arbeit als Freiwilliger auch finanziell zu unterstützen. Nachdem ich nach ein paar Tagen erste Eindrücke gesammelt hatte, habe ich mit Charlie ein paar Ideen ausgearbeitet, was denn unserer Meinung nach die sinnvollste Hilfe für die Organisation wäre. Mit diesen Anregungen im Hinterkopf traf ich mich mit Avantika, der Frau bei der fasst alle Fäden von New Light zusammenlaufen, um zu besprechen, was wir besorgen und organisieren könnten. Natürlich wusste sie sofort wo gerade der größte Engpass ist und das Geld von Travel for Smiles am sinnvollsten investiert wäre. Sie schrieb mir eine Liste zusammen, die 26 Kissenbezüge, 20 Kissen und 46 Bettlaken für die Heime aufführte, da diese Produkte nicht ausreichend verfügbar sein würden.

Vier Tage vor meiner Abreise machten sich schließlich Charlie, ein ortskundiger Mitarbeiter New Lights und ich gemeinsam auf den Weg besagte Dinge zu kaufen. Charlie steuerte sogar noch einen Fußball sowie „Mensch ärgere dich nicht“ und Jango bei, um den Jungs eine zusätzliche Freude zu bereiten. Für den folgenden Tag verabredete ich mich mit den zwei ältesten Jungs des Heims, um für sie noch ein paar Bücher zu besorgen. Sie erstellten extra dafür eine Liste mit Themenwünschen der anderen Kinder, damit für jeden etwas dabei ist. Bei den Bücherständen am Straßenrand angekommen, äußerten sie noch das Anliegen, ob es möglich wäre das ein oder andere Spiel zu besorgen, mit dem sie sich zusammen beschäftigen könnten und was ihnen bei der Ausübung ihres Hobbys helfen würde. Natürlich war es mir ein Vergnügen diesem Wunsch nachzugehen und wir erwarben gemeinsam Monopoly, einen Zauberkasten und einen Zauberwürfel. Ein kleiner Betrag floss noch in die Vorbereitung eines Gruppenspiels.

Bei der Arbeit als Volunteer ist es immer von Vorteil Programme im Kopf zu haben, die man mit den Kindern und Jugendliche gemeinsam durchführen kann und die ihnen im Idealfall noch etwas fürs Leben mitgeben. Hierfür habe ich mir etwas rausgesucht, bei dem alle Jungs des Heims mitmachen konnten, sie über sich selbst nachdenken sollten und der Spaß am Ende trotzdem nicht zu kurz kommen sollte. Auf einem zwei auf drei Meter großen weißen Bettlaken sollte jeder eine Sache aufschreiben, an der er in Zukunft arbeiten möchte, um darin besser zu werden. Es war sehr schön zu sehen, wie ernst sie dieses Spiel nahmen. Sobald alle einschließlich Charlie und mir etwas auf das Laken geschrieben und jeder das seinige vorgelesen hatte, haben wir die Kinder dazu aufgefordert sich auf das weiße Bettlaken zu stellen, um mit dem nächsten Schritt fortfahren zu können. Die letzte Aufgabe sollte daraus bestehen, das Laken umzudrehen, während alle 23 Kinder darauf stehen. Sobald einer den Boden berührt hätte, hätten sie von vorne anfangen müssen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beschlossen die älteren Jungs die jüngeren auf die Schultern zu nehmen, um auf weniger Fläche zu stehen, was schließlich auch zum Erfolg führte. Zum Abschluss des Tages hatten wir also nochmal sehr viel Spaß und einiges zu lachen. Mit diesem Spiel wollten Charlie und ich den Jungs vermitteln, wie wichtig es ist an sich selbst zu arbeiten und sich seiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu sein. Der letzte Teil der Übung sollte die Zusammenarbeit als Gruppe stärken und wir versuchten ihnen darüber zu erklären, dass auch die eigenen Ziele am besten erreicht werden können, wenn sich die Jungs gegenseitig unterstützen.

Alles in allem hat Travel for Smiles 299,36 Euro für die oben aufgeführten Dinge ausgegeben und wir bereuen keinen einzigen Cent davon!

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